„Einmal wie Dagobert Duck im Geld schwimmen“

Heinrich Pörschke vom „Seelter Buund“ sieht, dass die Bemühungen des Vereins, die saterfriesischen Sprache zu retten, langsam Früchte tragen. Allerdings wünscht sich der Boas eine noch breitere Unterstützung – insbesondere finanzieller Natur.

Seelterlound – Wenn Heinrich Pörschke auf das zurückliegende Jahr blickt, stimmt ihn das zuversichtlich. Der Boas des Heimatvereins „Seelter Buund“ hat festgestellt, dass das langjährige Bemühen des Vereins, die vom Aussterben bedrohte saterfriesische Sprache zu retten, langsam Früchte trägt. Inzwischen habe sich eine gewisse Eigendynamik entwickelt, freut sich der 53-Jährige. Den Saterfriesisch-Stammtisch nennt er beispielhaft und das Modellprojekt für bilinguale Kitas und Grundschulen, das der Arbeitskreis Saterfriesisch zusammen mit der Oldenburgischen Landschaft nach ostfriesischem Vorbild auf den Weg gebracht hat. „Das ist eine sehr gute Sache, die wir gerne unterstützen“, sagt Pörschke. Überhaupt habe er das Gefühl, einen Ruck zu verspüren, der zurzeit durchs Saterland gehe.

Auftrieb habe dem Heimatverein auch der Besuch des damaligen Ministerpräsidenten und jetzigen Bundespräsidenten Christian Wulff gegeben, der bei seiner Sommerreise in Scharrel Station gemacht hatte. „Wulffs Besuch war für uns ein Meilenstein. Er hat gezeigt, dass das Interesse für unsere seltene Sprache über die Gemeindegrenzen hinausgeht“, betont Heinrich Pörschke. Dennoch macht er keinen Hehl daraus, sich eine noch größere Unterstützung des Landes zu wünschen – zumal in dessen Zuständigkeit die Förderung von bedrohten Minderheitensprachen liegt. Pörschke: „Der Seelter Buund bekommt seit 2009 vom Land Niedersachsen 10 000 Euro im Jahr für die Sprachförderung. Das ist zwar schon etwas, könnte aber immer mehr sein.“ Schließlich verschlinge allein das dieses Jahr initiierte Modellprojekt rund 60 000 Euro. Pörschkes Wunsch daher für 2011: „Einmal wie Dagobert Duck im Geld schwimmen und solche Projekte durchschieben, ohne sich um die Finanzierung sorgen zu müssen.“

Das gesamte Interview lesen Sie am Samstag, 8. Januar, im General-Anzeiger.

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