Raumfahrtmüll

Die nach Raumfahrtunternehmungen auf dem Mond, einigen Planeten, vor allem aber in der Erdumlaufbahn verbleibenden inaktiven Satelliten, Bauteile, Trümmer und Schrottgegenstände, die der Raumfahrt gefährlich werden können. Durch Zusammenstöße zwischen diesen Bruchstücken wird der Schwarm der Trümmerteile weiter vergrößert. Und durch diese Kollisionen entstehen weitere Fragmente, die wiederum die Häufigkeit weiterer Kollisionen erhöhen. Aufgrund von Computer-Simulationen schätzt man, dass sich in einer Höhe von 200-2000 km 70 000 bis 150 000 Objekte mit einer Größe von 1 bis 10 cm Durchmesser befinden. Nur etwa 10 000 Objekte werden mit Radar oder optischen Methoden überwacht. Noch kleinere Partikel sollen den Erdball millionenfach umkreisen.

Die Kollision von Raumfahrzeugen mit Weltraummüll stellt eine zunehmende Gefahr für die bemannte und unbemannte Weltraumfahrt dar. So errechnete eine Arbeitsgruppe der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) anhand der oben genannten Zahlen eine Wahrscheinlichkeit von 3 – 4% dafür, dass eine zukünftige Raumstation innerhalb von 17 Jahren von einem Körper mit einem Durchmesser von mehr als 10 cm erheblich beschädigt wird.

Um das Kollisionsrisiko nicht immer weiter zu erhöhen, könnte zum Beispiel zukünftig bei ausgedienten Satelliten und Antriebsstufen der restliche Treibstoff abgelassen werden, um Explosionen zu vermeiden. Auch könnten Satelliten nach Erfüllung ihrer Aufgaben gezielt in die Erdatmosphäre gesteuert werden, so dass sie vollständig verglühen.

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