Kongressabgeordnete in USA niedergeschossen

WASHINGTON – In einem Geschäftszentrum im US-Bundesstaat Arizona ist es zu einer schweren Schießerei gekommen.

US-Medienberichten zufolge eröffnete ein rund 20-jähriger Mann bei einer Veranstaltung in Tuscon (Arizona) plötzlich das Feuer auf die 40-jährige Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords und weitere Menschen.

Nach Angaben einer Krankenhaussprecherin überlebte die Demokration den Anschlag schwerverletzt und wurde sofort operiert. Sechs Menschen wurden vermutlich getötet. Zwölf weitere seien verletzt worden, sagte eine Polizeisprecherin dem Sender CNN. Der Täter wurde laut den Berichten festgenommen.

Ein Arzt des Krankenhaus sagte bei einer Pressekonferenz, Giffords sei einmal in den Kopf geschossen worden. Die Operation sei erfolgreich verlaufen, und man sei unter den momentanen Umständen „optimistisch“, dass sie überleben werde. Die nächsten 24 Stunden seien jedoch kritisch. Der Arzt bestätigte den Tod eines neunjährigen Mädchens. Laut Medienberichten ist auch ein Bezirksrichter unter den Todesopfern.

Täter handelte alleine

Mehrere US-Medien hatten zuvor berichtet, Giffords sei erschossen worden. Der öffentliche Radiosender NPR berichtete von sechs weiteren Toten, Fox News von vier Toten. Krankenhaussprecherin Darci Slaten sagte gegenüber CNN, die Schussopfer seien in einem „ernsten bis kritischen Zustand“.

Den Medienberichten zufolge war der Täter rund 20 Jahre alt und handelte allein. Er habe Giffords aus direkter Nähe in den Kopf geschossen. Augenzeugen berichteten gegenüber CNN, sie hätten 15 bis 20 Schüsse gehört. Laut NPR versuchte der Schütze zu fliehen, wurde aber von einem Augenzeugen überwältigt und dann festgenommen.

Obama spricht von ‚unbeschreiblicher Tragödie‘

In einer ersten Reaktion verurteilte US-Präsident Barack Obama die „sinnlose Tat“ und sprach von einer „unbeschreiblichen Tragödie“. Der neue Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, John Boehner, äußerte sich „entsetzt“.

Giffords sitzt seit 2006 für Arizona im US-Kongress. Sie wurde als erste Jüdin für Arizona ins Repräsentantenhaus gewählt. Sie gilt als moderat und wirtschaftspolitisch eher unternehmensfreundlich. Im November 2010 wurde sie für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Die 40-Jährige ist mit dem NASA-Astronauten Mark Kelly verheiratet.

Unter dem Motto „Congress on your corner“ wollte Giffords bei der Veranstaltung mit den Menschen ihres Bezirkes sprechen und Fragen beantworten. Die Veranstaltung hatte Giffords auch über Twitter angekündigt.

Quelle: dnews.de

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